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Video-Tutorial, Teil 2: Prüfung des Ausgangsvideos und dessen Kodierung

In einem allerersten Schritt sollten Sie ein Backup von Ihrem Video machen, damit Sie es bei Problemen jederzeit wiederherstellen können.

Zunächst müssen Sie herausfinden, ob Ihr Originalvideo überhaupt das richtige Format hat. Beginnen Sie mit der grundlegendsten aller Prüfungen, die da lautet: können Sie das Video überhaupt korrekt abspielen? Öffnen Sie es mit dem Windows Media Player 11 (*) und achten Sie darauf, ob Bild & Ton korrekt wiedergegeben werden. Wenn Sie Ihre XBOX schon fertig eingerichtet haben, können Sie auch einmal versuchen, das Video direkt über die Konsole zu streamen. Die XBOX kann inzwischen mit verschiedenen Medienformaten umgehen. Und wenn Sie nicht an Untertiteln interessiert sind, klappt ja somit auch schon alles.

Falls es Probleme bei der Wiedergabe gibt, könnte es daran liegen, dass der entsprechende Codec (**) nicht auf Ihrem Rechner installiert ist. Häufige Indizien dafür sind fehlender/gestörter Ton, fehlendes/gestörtes Bild oder beides. Laden Sie in einem solchen Fall das Freeware-Tool "GSpot" herunter: http://gspot.softonic.de/download. Aktuell ist Version 2.70a. GSpot analysiert Ihr Video auf ebensolche Probleme.

Öffnen Sie GSpot. Wenn Sie das Programm zum ersten Mal nutzen, klicken Sie zunächst oben im Menü auf "Options" > "Settings" und setzen in der Box "System Interaction" einen Haken bei "Enable interaction with codecs". Es ist möglich, dass der Haken schon standardmäßig gesetzt ist, in diesem Fall lassen Sie einfach alles so. Danach bestätigen Sie mit "OK", schließen das Programm und starten es neu.

Öffnen Sie nun das Video, das Sie nicht abspielen können (Links oben, Menü "File"). In der linken Spalte unterhalb der Mitte sehen Sie den Bereich "Audio", in der rechten Spalte ganz oben den Bereich "Video". Die beiden Felder "Stat" (Audio) bzw. "Status" (Video) sind, wenn alles korrekt installiert ist, grün und enthalten den Text "Codec(s) are installed". In Ihrem Fall sollte mindestens eines der Felder einen Fehler melden, z.B. "Codec Status Undetermined". Um ganz sicher zu gehen, klicken Sie ganz unten im Bereich "Proposed Codec Solutions and Tests" in der Spalte "MS A/V" auf den Knopf "1". Das Rendern ist wahrscheinlich fehlgeschlagen.

Die Felder namens "Codec" in den Bereichen Audio/Video sagen Ihnen, mit welchem Codec Ihr Video erstellt wurde. Nutzen Sie diese Informationen für eine Suche über Google nach dem fehlenden Codec und installieren Sie diesen. Aufgrund der Vielzahl der existierenden Codecs ist mir leider keine Liste oder Sammlung bekannt, die ich Ihnen als Ausgangspunkt für Ihre Suche nennen könnte. Halten Sie sich aber zurück, was das Installieren von sog. "Codec-Packs" betrifft, denn die verursachen manchmal große Probleme. Ich weiß allerdings aus eigener Erfahrung, dass man manchmal nicht darum herum kommt.

AVI, MPEG oder WMV

Im Folgenden gehe ich davon aus, dass sich Ihr Video fehlerfrei auf dem PC abspielen lässt. Nun überprüfen Sie das Dateiformat, wobei eine Prüfung anhand der Dateiendung in der Regel ausreichen sollte.

Haben Sie ein AVI oder MPEG (auch MPG), können Sie weitermachen. Haben Sie ein WMV, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: WMV-Videos können normalerweise unverändert und ohne weitere Probleme direkt über die XBOX gestreamt werden. Die Schlechte: um mit der hier beschriebenen Methode Untertitel einrechnen zu können, müssen Sie Ihr Video zunächst in ein AVI konvertieren.

Hier wird ein großes Problem mit dem WMV-Dateiformat deutlich, denn eine solche Konvertierung darf nach dem Microsoft Lizenzrecht nur mit Original Microsoft Software durchgeführt werden. Es gibt zwar jede Menge frei erhältliche Programme, die diese Konvertierung für Sie durchführen, aber diese sind eben in dieser Beziehung nicht ganz legal. Eine Suche bei Google bringt Sie da weiter, ich kann jedoch aus verständlichen Gründen keine Unterstützung dafür bieten.

Ein offizieller Weg unter Einsatz des Windows Movie Makers wird hier beschrieben (Englisch): www.wikihow.com. Leider entstehen dabei sehr große Videodateien.

Nächster Schritt

Wenn Ihr Video nun im AVI- oder MPEG-Format vorliegt und fehlerfrei abgespielt wird, können Sie in Teil 3 die Untertitel vorbereiten. Wer keine Untertitel braucht, kann direkt mit Teil 4 weiter machen und das Video encodieren.

(*) Hinweis

Falls Sie den Windows Media Player 11 nicht installiert haben, empfiehlt es sich, ihn direkt bei Microsoft herunterzuladen: http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/de/player/download/download.aspx. Falls Sie das Video später über die XBOX streamen möchten oder Probleme mit der Wiedergabe eines WMV-Videos/WMA-Audios haben, benötigen Sie ihn sowieso. Wenn das bei Ihnen nicht zutrifft, können Sie die Wiedergabe auch in einem anderen Player testen.

(**) Exkurs zum Thema "Codecs"

Jedes digitale Video wird unter Zuhilfenahme eines Codecs erstellt. Der Codec übernimmt dabei unter anderem - vereinfacht ausgedrückt - die Aufgabe, das Video zu komprimieren. Ein unkomprimiertes Video kann, je nach Spieldauer und Abmessungen, sehr schnell viele Gigabyte groß werden. Der Codec staucht die Bild- (& Ton-) Informationen so zusammen, dass eine in der Regel verwendbarere Dateigröße entsteht, ähnlich wie bei der Komprimierung eines JPG-Bildes oder beim Packen eines ZIP-Archivs. Jeder Codec hat dabei seine eigene Funktionsweise, weshalb auch beim Abspielen des Videos genau der Codec auf dem Rechner vorhanden sein muss, der beim Erstellen verwendet wurde, denn beim Abspielen müssen die gepackten Informationen sozusagen wieder entpackt werden.


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